Deutschland – digitales Entwicklungsland?

11.12.2019

2017 attestierte die deutsche Kanzlerin ihrer Heimat den Status eines Entwicklungslandes. Doch wie geht es seither voran? Der „Deutschland-Index der Digitalisierung" zeigt, wo wir stehen.

news image

Vor zwei Jahren attestierte die deutsche Kanzlerin ihrer Heimat den Status eines Entwicklungslandes. Es ginge nicht schnell genug voran mit der Digitalisierung. In Sachen Künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data hängen uns die USA und China ab. Und die Versorgungslage in der Fläche sei prekär. Der „Deutschland-Index der Digitalisierung 2017“ des Fraunhofer Instituts schien diese Einschätzung zu bestätigen. Insbesondere für die Online-Dienste der öffentlichen Verwaltung wurde Nachholbedarf identifiziert.


Digitalisierung im Jahr 2019: Es geht voran


Zwei Jahre später sieht es anders aus: Das Thema „Digitalisierung“ ist nicht nur Chefsache im Kanzleramt; wir haben auch eine Staatsministerin für Digitalisierung. Darüber hinaus geloben die Mobilfunkkonzerne, die die 5G-Lizenzen ersteigert haben, bis Ende 2022 mindestens 98 Prozent der Haushalte in einem Bundesland mit einer Datenrate von 100 Megabit pro Sekunde oder mehr zu versorgen.


Nachholbedarf bei der digitalen Transformation


Nur wo steht Deutschland bei der digitalen Transformation? Der „Deutschland-Index der Digitalisierung 2019“ gibt zumindest einen Einblick in dieses komplexe Thema und die Frage, wie der digitale Wandel voranschreitet. Für die Bereiche digitale Infrastruktur und private Internetnutzung wurde eine Angleichung der Verhältnisse zwischen den einzelnen Bundesländern beobachtet. Das heißt, dass auch in der Fläche immer häufiger „schnelles“ Internet vorhanden ist. So wirklich gut ist es im Durchschnitt aber doch nicht. Die europäischen Nachbarstaaten machen Deutschland hier noch so manches vor.


Wer digitalisiert, verändert


Beim Thema digitale Verwaltung wurde nachgebessert. Insbesondere die Stadtstaaten, vom Gesamtindex her ohnehin auf den ersten Plätzen, schneiden bei der Versorgung der Bürger mit digitalen Verwaltungsdiensten besser ab. Allerdings lässt sich eine gewisse Skepsis der Bevölkerung gegenüber den Online-Diensten feststellen. Eine typische Begleiterscheinung, wenn es um „Change“ geht. Das kennen auch die meisten Unternehmen, die sich der Digitalisierung stellen.


2,5 Millionen neue Stellen in der IT


Ein weiteres Problem, dass den Firmen nur allzu präsent ist, ist der Fachkräftemangel in der IT. Das Arbeitsministerium rechnet mit einem Abbau von nahezu 2 Millionen Stellen aufgrund der Digitalisierung. Gleichzeitig sollen dadurch aber rund 2,5 Millionen neue Stellen geschaffen werden, nur eben in der IT. Und auch die Forscher des Fraunhofer Instituts sehen einen stetigen Anstieg des Fachkräftemangels in dieser Branche.


TECHBAR 2020: Über Chancen und Hürden des digitalen Wandels


Welche Herausforderungen mit der schönen, neuen, digitalen Arbeitswelt auf Unternehmen zukommen und wie diese bewältigt werden können, wollen wir auf der TECHBAR 2020 mit Vertretern der Wirtschaft besprechen. Dabei soll es nicht nur um digitale Technologien gehen, sondern auch um die Frage, welche neuen Möglichkeiten die Digitalisierung eröffnet und wie Unternehmen den digitalen Wandel ganz konkret gestalten. Bei Interesse können Sie gerne auf www.techbar.berlin vorbeischauen.


Melden Sie sich noch heute zur TECHBAR 2020 an. Weitere Informationen gibt es unter www.techbar.berlin

Weiterführende Links


TECHBAR 2020